Die letzte Nacht haben wir auf einem sehr schönen Campingplatz verbracht. Wir haben bei A Casaiola Camping unter alten Korkeichen geschlafen, die bei Tageslicht noch beeindruckender aussahen als nachts.


Nach dem Frühstück, was Henrik gemacht hat (es gab Pancakes), ging es für uns weiter. Gerade als wir aus der Einfahrt des Campingplatzes rausfuhren, sahen wir schon das Meer. Gestern Abend haben wir das natürlich nicht gesehen, deswegen waren wir umso überwältigter.

Unsere Vorräte waren fast leer, also haben wir beim nächstbesten Supermarkt gehalten, wobei Supermarkt übertrieben ist. Der Laden war eher ein Lädchen, klein, aber vollgestopft. Trotzdem haben wir alles gefunden und sogar noch eine Maronenmarmelade mitgenommen- die Korsen sind berühmt für ihr Produkte aus Esskastanien. Und Orangen. Die haben aber leider noch keine Saison.
Währenddessen hat es angefangen zu regnen, was uns aber nichts ausgemacht hat, weil es erst dicke, warme Tropfen geregnet hat, als wir schon wieder im Auto saßen.
Weiter ging es Richtung Norden, Stop bei Pietracorbara. Dort wollten wir eine kleine Wanderung mit alten Gebäuden und Brunnen machen, aber wir mussten erstmal einen Parkplatz suchen. Gefunden haben wir ihn dann beim Startpunkt der Tour, der Kirche Eglise Saint-Clement. Mehr oder weniger rundherum um die Kirche war ein Friedhof- allerdings waren die Gräber alle oberirdisch. Dort standen ausschließlich Familiengräber, in Form von kleinen Mausoleen und Gruften, aber auch wie Urnenwände, nur für Särge.

Die Tour an sich war sehr schön, allerdings haperte es an der Beschilderung. So endete die Wanderung damit, dass wir den gleichen Weg, wie wir hingelaufen sind, zurückgelaufen sind.
Wie gesagt war die Tour trotzdem schön, wir sind an einem der 67 Wachtürme vorbeigekommen, die heute noch auf Korsika erhalten sind. Diese Wachtürme gehen auf die Genueser zurück, die die Türme gebaut haben, um sich vor Piraten und Sklavenhändlern zu schützen. Gebaut wurden sie zwischen 1510 und 1620.


Ein weiteres Highlight war eine Brücke mitten im Wald:





Als wir wieder am Auto waren, haben wir uns dazu entschieden, noch weiter an der Küste zu fahren und zu sehen, was noch auf uns zukommt.
Was noch kam? Seht selbst:




Am Meer (übrigens bei einem weiteren Turm der Genueser) haben wir den Nachmittag verbracht. Klatschnass und dreckig kamen wir wieder ans Auto und zogen uns schnell um. Mama ist noch schnell in die Touri-Info im Turm geflitzt, während Henrik, Papa und ich uns bemüht haben, im Auto an trockene Klamotten dranzukommen.
Dann sind wir noch ein bisschen weiter an der Küste entlanggetingelt, kamen durch Macinaggio durch und haben kurz hinter Macinaggio einen Campingplatz gefunden. Schnell haben Papa und ich das Lager aufgebaut, während Mama und Henrik sich ums Essen gekümmert haben. Das ganze muss jetzt noch kochen, deswegen warten wir noch und genießen den Sonnenuntergang, von dem wir leider nicht viel sehen.
