Wir sind jetzt auf dem Weg nach Livorno, von wo aus wir mit der Fähre nach Korsika übersetzen werden.
Gegen zwei Uhr nachmittags ging es los: wir haben das Auto zu Ende gepackt, den Katzen auf Wiedersehen gesagt und sind ins Auto gehüpft. Dann ab auf die Autobahn in Richtung Basel. Wir sind gerade mal hundert Kilometer weit gekommen, da raucht und knallt es vor uns. Papa setzt den Warnblinker und fährt auf den Standstreifen… denn: einem Camper vor uns ist der Reifen geplatzt. Hilfsbereit, wie wir sind, ziehen wir natürlich sofort Warnwesten an und laufen zum Camper, der etwa hundert Meter hinter uns steht. Papa schaut sich die Lage an, nachdem er freundlich seine Hilfe angeboten hat, die dankend angenommen wurde. Drehmomentschlüssel und Nusskasten wird ausgepackt, einen Wagenheber haben die Besitzer des Campers dabei.
Papa probiert, wo er den Wagenheber ansetzen kann, und probiert und probiert, schließlich findet er einen Ansatzpunkt und schraubt, äääh, hebelt den Camper in die Höhe. Trotzdem kommt der Heber nicht hoch genug, der Reifen kann nicht unter der Verschalung des Campers rausgeholt werden. Also rufen die Besitzer den ADAC an, während Papa weiter am Reifen rumprobiert.
Schließlich gibt Papa es auf, denn ohne etwas kaputt zu machen kann der Reifen nicht ausgewechselt werden. Trotzdem drücken uns die netten Besitzer des WoMos eine Flasche Grauburgunder und eine Tafel Honig-Salz-Mandel-Schokolade in die Hand, bedanken sich noch einmal und wir gehen zum Auto zurück. Anschließend steuern wir den nächsten Rastplatz an, schließlich sehen Papas Hände aus, als hätte er sie in Öl getunkt.
Und dann: weiter geht’s! Korsika, wir kommen!